Nachhaltigkeit | Nominiert

Gregor Sailer

Vomp / AT

The Polar Silk Road

Konzept

Temperaturen von bis zu 55 Grad Celsius unter Null, militärische Sperrzonen, umfangreiche Forschungsarbeiten und die Unberechenbarkeit der Arktis machten dieses Projekt mit der analogen Fachkamera zu einer enormen Herausforderung. Die Polare Seidenstraße beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Ausbeutung der arktischen Regionen und den territorialen Ansprüchen der jeweiligen Anrainerstaaten. Die damit verbundenen Folgen sind geopolitische Spannungen sowie der Ausbau von militärischen Strukturen und Forschungsstationen, die ich in diesem Projekt beleuchte. Fünf Länder grenzen an den Arktischen Ozean. Die Region ist von indigenen Völkern bevölkert, wenn auch aufgrund der sehr widrigen Lebensbedingungen nur sehr spärlich. Drei Seewege ermöglichen die Durchquerung des Arktischen Ozeans, je nach Jahreszeit und Ausmaß der Eisdecke. Durch das Abschmelzen des Meereises wird jedoch in Zukunft eine kürzere Handelsroute entstehen, die so genannte Polare Seidenstraße, die Zugang zu neuen Rohstoffvorkommen (Erdgas und Erdöl) bietet.

Vita

Geboren 1980 in Schwaz, Tirol, Österreich. Lebt und arbeitet in Tirol, Österreich. Gregor Sailer studierte von 2002 bis 2007 Kommunikationsdesign mit den Schwerpunkten Fotografie und Experimentalfilm an der Fachhochschule Dortmund (Deutschland). Im Jahr 2015 erhielt er an der gleichen Hochschule seinen Masterabschluss in Fotostudien. Seitdem hat er zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten und mehrere Publikationen herausgebracht. Ausstellungen in New York, Washington D.C., Paris, Berlin, Frankfurt, Arles, München, Genf, Barcelona, Wien, Prag, Budapest u.a.