Deutscher Friedenspreis für Fotografie | Nominiert

Silke Koch

Berlin / DE

Archive Of The Unseen

Konzept

"Archiv des Unsichtbaren": Unsere Wahrnehmung von Kriegen und Konflikten wird in der Regel nicht durch eigene Erfahrungen geprägt, sondern aus der Distanz, durch die Berichterstattung. Ein wichtiger Teil davon sind Fotografien/Filme und Inhalte für das kulturelle visuelle Gedächtnis. Wie können Kreative auf Kulturschätze aufmerksam machen, die kriegsbedingt nicht sichtbar sind? Wie kann ein Pendant zum Verschwinden eines identitätsstiftenden kulturellen Gedächtnisses initiiert werden? Ich möchte ein Bild- und Textarchiv der versteckten Denkmäler des öffentlichen Raums in Kiew erstellen. Das Projekt wird partizipativ mit meinem NGO-Partner eröffnet und Kulturschaffende und Denkmalpfleger werden eingeladen, Inhalte zum Archiv beizutragen. Als Serie von Postkarten können diese in unterschiedlichen Kontexten präsentiert, von VIELEN Menschen wahrgenommen, aufbewahrt und verschickt werden. Über Ländergrenzen hinweg. "Archive of the Unseen" steht für die Bewahrung des europäischen Kulturerbes und gegen Zerstörung und bietet dem Publikum vielfältige Reflexionsflächen.

Vita

Silke Koch *24.12.1964 in Leipzig/ Ostdeutschland
(1981-86 Ausbildung/Arbeit als Kindergärtnerin/ 1986-1989 Korbflechterin, 1989-1992 Abitur)

  • 1993–98 Hochschule für Bildende Künste Leipzig, Fachbereich Fotografie, Diplom mit Auszeichnung 2003 Master Class Prof. Astrid Klein
  • 2014 Lehrbeauftragte im Fachbereich Fotografie, Hochschule für Bildende Künste Leipzig
  • Als bildende Künstlerin tätig.